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Notizen aus hohen Breiten

Notizen aus hohen Breiten | CAPE RACE Nordnorwegen-Reise MARE 22-25 durch die Linsen von 6 Teilnehmern

Notizen aus hohen Breiten von Andreas UmbreitAndreas Umbreit ist Expeditionsleiter an Bord der CAPE RACE und ein wahres Urgestein der Arktis. Mit über drei Jahrzehnten Erfahrung im…

23. April 2026 · von Andreas Umbreit
Notizen aus hohen Breiten | CAPE RACE Nordnorwegen-Reise MARE 22-25 durch die Linsen von 6 Teilnehmern




Zurück an Bord der CAPE RACE als Expeditionsleiter für fast die gesamte Nordnorwegen-Saison des Winters 2025/26: Gelegenheit, etwas Neues zu probieren. Normalerweise schreibe ich hier Texte und liefere die Bilder. Aber ist es nicht noch authentischer, einmal auch die Teilnehmer einer Reise direkt mit ihren Bildern zu „Wort“ kommen zu lassen ? Zumal Jeder anders fotografiert, wodurch sich ein noch vielfältigeres Bild ergibt ?

Hier findet sich also eine Fotoserie aus Bildern von 6 Teilnehmern der Nordnorwegenfahrt vom 28. November bis 5. Dezember 2025, die bereit waren, ihre Fotos für diesen Zweck zur Verfügung zu stellen.

'Start und Endpunkt ist jeweils Tromsö, das eindeutige Zentrum des norwegischen Nordens, und von dort steuert die CAPE RACE in den einwöchigen Reisen jeweils das Gebiet des Kvænangenfjords als den östlichsten Teil der Fahrten an – ein Fjord, der seit ca. 2017 nicht nur von riesigen Heringsschwärmen im Winter aufgesucht wird, von denen sich dort zahlreiche Orcas und Buckelwale ernähren, sondern der auch weit genug von Tromsö entfernt liegt, dass er nicht von Massen von Tagesausflugs-Schnellbooten überrollt werden kann. Wir sind dort zwar nicht allein, aber doch deutlich ungestörter, als dies in stadtnäheren Walbeobachtungsgebieten der Fall wäre.

Neben den Walen ist das Nordlicht die andere leicht vermittelbare Attraktion dieser Fahrten, aber neben Walen und Nordlicht liegt ihr weiteres Geheimnis im Zauber der winterlichen Berg- und Fjordlandschaft, mit dem nahtlosen Übergang einer späten Morgendämmerung in eine frühe Abenddämmerung samt all der damit verbundenen Pastelltöne, den langen Nachtstunden, die nicht nur die Chance auf Nordlichtbeobachtung erhöhen, sondern zusammen mit dem hellen, selbst Sternenlicht reflektierenden Schnee zum Einen auch Nachtwanderungen erlaubt, und zum Anderen für eine weihnachtlich-friedvolle Winterstimmung sorgt, die wirkliches Entspannen, Seele-baumeln-lassen, ermöglicht. Und die CAPE RACE mit ihrem gediegenen, klassischen Charme und familiär-kleiner Gästezahl (maximal 12, plus 7 Crew) unterstützt dies bestens.

Ehrlich gesagt: als ich vor 4 Jahren erstmals Schiffsreisen in Nordnorwegen betreuen sollte, hatte ich als eingefleischter Spitzbergen-Touristiker mit über 3 Jahrzehnten Erfahrung in der hohen Arktis eine etwas herablassende Vorstellung: Nordnorwegen in der dunklen Jahreszeit – naja, was kann das schon bieten ? Und dann war ich völlig geplättet vom dortigen winterlichen Zauber.

Doch nach dieser Einleitung sollen die Bilder von 6 Teilnehmern meiner ersten Nordnorwegenreise in dieser Wintersaison für sich sprechen – und wer weiss, vielleicht treffen wir uns einmal dort oben ?

Ihr Expeditionsleiter Andreas Umbreit von der CAPE RACE.
































Von der Leguan-Redaktion

Nordnorwegen im Winter – die häufigsten Fragen

Die Angaben stammen aus dem Beitrag von Andreas Umbreit, Expeditionsleiter an Bord der CAPE RACE.

Wo starten die Winterreisen in Nordnorwegen?

In Tromsø, dem Zentrum des norwegischen Nordens. Start- und Endpunkt der einwöchigen Fahrten ist jeweils dieselbe Stadt.

Warum fahren die Schiffe in den Kvænangenfjord?

Weil er seit etwa 2017 im Winter von riesigen Heringsschwärmen aufgesucht wird, von denen sich zahlreiche Orcas und Buckelwale ernähren. Er liegt zudem weit genug von Tromsø entfernt, dass ihn die Tagesausflugs-Schnellboote nicht überrollen. Man ist dort nicht allein, aber deutlich ungestörter als in stadtnahen Walbeobachtungsgebieten.

Was sieht man außer Walen und Nordlicht?

Die winterliche Berg- und Fjordlandschaft – mit dem nahtlosen Übergang einer späten Morgendämmerung in eine frühe Abenddämmerung und all den Pastelltönen dazwischen. Der helle Schnee reflektiert selbst Sternenlicht, was auch Nachtwanderungen erlaubt.

Warum erhöhen die langen Nächte die Nordlicht-Chancen?

Weil im Winter im hohen Norden nur wenige Stunden Dämmerlicht herrschen. Die vielen dunklen Stunden bedeuten schlicht mehr Gelegenheiten, das Polarlicht zu sehen.

Wie viele Gäste sind an Bord?

Auf der CAPE RACE maximal zwölf Gäste plus sieben Crewmitglieder. Das ergibt eine familiäre Atmosphäre, die zum Entspannen beiträgt.

Lohnt sich Nordnorwegen in der dunklen Jahreszeit überhaupt?

Ja – auch für Skeptiker. Der Autor betreute die Region nach über drei Jahrzehnten Erfahrung in der hohen Arktis zunächst mit herablassender Erwartung und war dann vom winterlichen Zauber völlig überrascht.

Wo Sie den norwegischen Winter mit uns erleben können

Wale und Nordlicht fallen in dieselbe Jahreszeit. Wer beides will, sollte zwischen November und Januar fahren.

  • Norwegen – alle Reisen – Winterfahrten mit Walen und Nordlicht, dazu Sommerrouten an der Küste.
  • Norwegische Küste – Die Routen entlang der Küste zwischen Tromsø und dem Süden.
  • Grönland – Dieselbe CAPE RACE fährt im Sommer die grönländischen Küsten.

Welche Route zu Ihnen passt, hängt von Reisezeit, Schiffsgröße und Ihrem Schwerpunkt ab. Sprechen Sie uns an – wir beraten Sie persönlich.

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