Eine Umrundung Neufundlands — und dabei drei UNESCO-Welterbestätten, die zusammen tausend Jahre Geschichte erzählen.
In L'Anse aux Meadows standen um das Jahr 1000 die Soden-Langhäuser der Nordmänner: der einzige gesicherte Nachweis, dass Europäer fünfhundert Jahre vor Kolumbus in Amerika siedelten. In Red Bay betrieben baskische Walfänger im 16. Jahrhundert die größte Trankocherei der Neuen Welt; ihre Galeonen liegen noch auf dem Grund der Bucht. Und in den Tablelands des Gros-Morne-Nationalparks liegt der Erdmantel offen zutage — hier wurde der Beweis für die Plattentektonik geführt.
Dazwischen liegt das, was Neufundland ausmacht: Saint-Pierre, seit 1816 ununterbrochen französisch, mit Euro und Baguette vor der kanadischen Küste. Miawpukek, die einzige Mi'kmaq-Gemeinde der Insel. Und François, ein Fischerdorf ohne Straßenanbindung, wo am Abend die Fiddle ausgepackt wird.